Mittwoch, 25. Januar 2017

Tweedjacke Nr. 2


Beim heutigen MeMadeMittwoch zeige ich meine neue Tweedjacke. Sie ist mein letztes Strickprojekt, das ich 2016 noch fertiggestellt habe.



Zu diesem Strickprojekt wurde ich durch meine eigene Jacke inspiriert, die ich letztes Jahr schon gezeigt habe. Es ist das Modell Touch aus dem Heft North von Kim Hargreaves. Ich habe dieses Mal allerdings nur eine Garnfarbe verwendet.
Aus der Kombination aus der leicht fransigen Wolle mit dem Muster mit Hebemaschen entsteht eine Tweedoptik. Die Wolle stammt vom letzten Lagerverkauf der Hamburger Wollfabrik. Da gibt es ja immer die Container mit den Mischgarnen. Mein Einkaufskorb war eigentlich schon randvoll und ich wollte dann mal langsam zur Kasse, als ich diese Wolle entdeckt habe. Sie musste einfach mit, weil ich sie für dieses tweedartige Muster ideal fand!



Die Knöpfe habe ich bei Kurzwaren-Berger in Stuttgart ausgesucht. Ein so toller Laden mit einer supertollen Beratung und einem riesigen Knopfvorrat mit sehr geschmackvollen Knöpfen. Den Laden gibt es ja schon ewig, aber ich habe ihn erst jetzt entdeckt! In meiner Jugend bin ich dauernd an dem Schaufenster vorbeispaziert und er hat mich nicht im geringsten interessiert. Erst durch die Berichte vom Nähbloggertreffen in Stuttgart wurde ich aufmerksam. Ich hätte nie gedacht, dass sich hinter dem unscheinbaren Schaufenster wahre Schätze verbergen.


Meine erste Tweedjacke war einfach zu groß und ich habe sie mit der Overlock radikal verkleinert.
Die jetzige Jacke habe ich gleich zwei Nummern kleiner gestrickt.












Hier geht es zum heutigen MeMadeMittwoch, bei dem Dodo uns heute einen Waxprintrock mit passender Strickjacke vorstellt.

Samstag, 21. Januar 2017

Stoffdiät 2017

Küstensocke ruft zur gemeinsamen Stoffdiät 2017 auf. Da möchte ich unheimlich gerne mitmachen.

Küstensocke hat ja schon 2016 diätet. Ich habe die Stoffdiät interessiert auf ihrem Blog verfolgt. Je öfter ich darüber las und je größer mein eigenes Stofflager wurde, desto dringender wurde mein Wunsch auch eine Stoffdiät zu machen. Also habe ich im Juli 2016 mit einer Inventur begonnen, meine Stoffe aus meinem Stofflager vermessen und in meinem Bullet-Journal dokumentiert. Es kamen 88 m zusammen.


ABER:
Ich war nicht ganz konsequent und habe doch Stoff nachgekauft. Die Gelegenheiten waren einfach zu verlockend. Da war z.B. der Sonderverkauf bei René Lezard während der AnNÄHerung Süd in Würzburg, die Nähnerdklassenfahrt in Berlin mit Besuch am Maybachufermarkt und bei Stoff und Stil. Und es gab ein paar weitere Gelegenheiten, bei denen ich als Shoppingbegleitung ohne Kaufabsicht in Stoffläden geriet und den Laden ohne Stoff zu kaufen dann doch nicht verlassen konnte. Also alles schicksalhafte Gegebenheiten.....
Da ich ein schlechtes Gewissen hatte, ließ die Dokumentation in meinem Bullet-Journal nach.

Trotzdem belastet mich mein momentaner Stoffberg und ich sehe keinen Sinn dahinter noch mehr Stoff zu kaufen und zu horten. So sieht es momentan aus:

 
Ich habe alle Stoffe noch einmal neu erfaßt. Sieht jetzt gar nicht nach so viel aus. Es sind aber 70 m!
Meine Statistik mache ich wieder analog in meinem Bullet-Journal:


Meine Motivation:
Ich möchte nachhaltiger nähen. Am Anfang meiner Nähkarriere sind viele Kleidungsstücke entstanden, die dann doch nicht zu mir, zu meinem Alltag, zu meinem Stil oder zum Rest meiner Garderobe gepaßt haben. Auch wenn es immer ein bißchen weh tut Selbstgenähtes zu entsorgen,  habe ich mich schon von vielen Kleidungstücken, die einfach nicht mehr zu mir passten, getrennt. Andererseits habe ich Stücke genäht, die mir auch im dritten oder vierten Tragejahr noch gefallen.
Das Gute ist, je länger ich nähe, desto mehr solcher Stücke entstehen. Und dies möchte ich unbedingt weiter führen.

Meine Regeln:
1. Bis März 2017 gar keinen Stoff kaufen. Ausgenommen sind Futterstoffe und Einlagen, denn ich möchte beim Nähen keine faulen Kompromisse machen. Ende März werden ich mir Regeln für den Stoffkauf 2017 ausdenken.

2. Den Verbrauch dokumentieren

3. Auch den Schnittmusterkauf im Auge behalten. Ich habe so viele Schnitte gesammelt, außerdem stapelweise Nähzeitschriften. An Schnittmustern mangelt es jedenfalls nicht. Zumindest möchte ich bevor ich ein neues Schnittmuster kaufe, in meinem Fundus nachsehen.

Welche Stoffe möchte ich unbedingt vernähen?
Meine 70 m Stoff beeinhalten 38 verschiedene Stoffe. Eigentlich möchte ich sie alle vernähen.
Anfang des Jahres, nachdem die Feiertagsträgheit abgeklungen war, hatte ich einen Energieschub und habe als erstes ein UFO beseitigt: Meine vor einem Jahr begonnene Bouclé-Jacke. Ich wollte sie ganz nach Claire Shaeffer von Hand nähen. Das ist mühsam und dauert. Mir ist letzes Jahr irgendwann leider die Geduld ausgegangen. Jetzt habe ich mich mit etwas Abstand dem Projekt noch einmal gewidmet, teilweise Änderungen vorgenommen und die Jacke tatsächlich fertig gestellt (Tragefotos folgen noch):


Momentan arbeite ich an einem schwarzen Jeanskleid. Geplant sind zwei Ginger-Jeans, Blazer aus der Nähtrends, eine weitere Bouclé-Jacke, ein Holyburn, Bruyère-Blusen...mal sehen.

Neben der Stoffdiät werde ich noch eine Wolldiät machen. Hier warten 11 Projekte auf mich!


Ich freue mich auf die Aktion. Vielen Dank an Küstensocke für die Idee und die Organisation. Die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen werden auf ihrem Blog verlinkt.

LG
Angela

Mittwoch, 11. Januar 2017

Vogue Cabanjacke

Das heutige Motto des MeMadeMittwoch lautet "Lieblingskleidung 2016".

Mir geht es so, dass ich vor dem Nähen meistens hoffe, daß das geplante Stück ein Lieblingsstück wird.
Denn wenn man bedenkt wieviel Mühe wir Hobbyschneiderinnen uns geben, um ein Kleidungsstück entstehen zu lassen: Planung, Schnittsuche, Stoffkauf, das eigentliche Nähen, anprobieren, ändern, fluchen, improvisieren etc.

Manchmal merke ich schon beim Nähprozeß, dass ich gerade wohl eher einen Kompromiß herstelle und nicht unbedingt ein Lieblingsstück.
Aber manchmal läuft es einfach: Der Stoff entpuppt sich tatsächlich als Glücksgriff, weil er sich klasse verarbeiten läßt. Die Anleitung ist spitze und das Nähobjekt erfordert wenig bis gar keine Anpassung.

So etwas ist selten, ist mir aber bei meiner Vogue-Cabanjacke passiert, die als drittes Projekt im Rahmen des Wintermantel-Sewalongs 2016 kurz nach dem Finale fertig wurde. Und hier kann ich sie heute zeigen als wirkliche Lieblingskleidung:




Es handelt sich um das Schnittmuster Vogue 1467.










Den Stoff habe ich bei Stoffe.de bestellt. Beschrieben wurde er als "Wollflanell" aus den Bestandteilen Schurwolle, Kaschmir und etwas Polyamid. Ich habe ihn bestellt, weil ich eigentlich vorhatte damit eine Jacke zu füttern. Als der Stoff ankam, war mir schnell klar, dass er als Futter nicht geeignet ist, da viel zu dick.


Wenn es sich vermeiden läßt, verzichte ich gerne auf Schulterpolster. Bei dieser Jacke habe ich mich allerdings für Schulterpolster entschieden. Die Jacke saß einfach besser.






Ich habe die Jacke tatsächlich teilgefüttert, so wie es die Anleitung vorsieht. Ich war einfach neugierig, weil ich so ein Teilfutter noch nie genäht habe.
Das Schrägband wird aus dem Futter hergestellt. Damit versäubert man dann die sichtbaren Nähte. Vorteil gegbenüber einem vollständigen Futter? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht!




Ich freue mich auf den ersten MeMadeMittwoch 2017 und auf ein neues Nähjahr. Ein paar Gedanken, wie ich das gestalten möchte, habe ich mir schon gemacht, Vorsätze sind gefaßt, denn ich liebe Pläne, Mottos und Listen, aber dazu an anderer Stelle mehr.



LG
Angela